Neujahrsbriefe
In loser Folge veröffentlicht das iff Thesenpapiere und andere strategische Überlegungen zum Finanzdienstleistungsbereich. Sie finden sich nachfolgend zum Download, zum Teil auch mit kurzer inhaltlicher Einführung.
Traditionell verschickt das Institut zum Jahreswechsel an Freunde und Förderer einen Neujahrsbrief, der Analysen zu Branchentrends und Politik enthält und die Situation am iff reflektiert.
Der Begriff "Solidarische Marktwirtschaft" will zwei Konzepte miteinander verbinden: das Prinzip individueller Leistungsanreize und des Wettbewerbs in der Marktwirtschaft mit dem Konzept der gegenseitigen Verantwortlichkeit und Abhängigkeit in einer Gesellschaft, bei der die schwächsten Glieder einer Kette letztlich deren Haltbarkeit insgesamt ausmachen. Dabei muß eine alte Arbeitsteilung zwischen Staat und Wirtschaft schrittweise überwunden werden: Das Konzept der Solidarität vertraut das "Politische" als Sorge um das "öffentliche Wohl" (public interest) bisher vornehmlich dem Staat an, während die Produktivität in die Eigenverantwortung der Wirtschaft delegiert erscheint.
In der Marktwirtschaft bezieht sich solidarische Wirtschaftspolitik letztlich vor allem auf den Einsatz von Geld, das zum dominierenden Gradmesser von Nutzen, zum wichtigsten Instrument zur Verwirklichung des öffentlichen Wohls und in seiner umfassenden Gesellschaftlichkeit zugleich zum "sozialsten" Instrument wirtschaftlichen Handelns geworden ist. Insofern ist solidarische Wirtschaftspolitik eng mit der Entwicklung des Finanzsystems verknüpft.
Prof. Dr. Udo Reifner entwickelt in diesem Werkstattpapier Leitlinien für eine nach diesem Muster funktionierende Wirtschaftspolitik.
IFF-Neujahrsbrief 2010
Der diesjährige Neujahrsbrief des iff beschäftigt sich u.a. mit dem Thema "Die Geldgesellschaft" und der Frage, wie wir auf die Kreditkrise reagieren können und was wir tun müssen, um für die Zukunft gegen weitere Krisen dieser Art gewappnet zu sein.
Daneben gibt es traditionell natürlich auch einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr (des iff) und einen Ausblick in seine Zukunft. Hier ein paar Auszüge. Der volle Wortlaut ist als pdf in Deutsch und Englisch unten auf dieser Seite als Download verfügbar.
Die Erste und Zweite Welt haben ihre Chancen auf altkoloniale und finanzkapitalistische Transferleistungen weitgehend eingebüßt, die Dritte Welt hat mit China einen beängstigenden Namen erhalten und das, was die Dritte Welt mit Unterentwicklung, Armut, Hunger und Schuld ist, ist bei uns mit dem angekommen, was die Franzosen Quatrième Monde nannten. Wir sind jetzt in allem gleicher geworden: im Profit und im Verlust, im Vermögen und in der Überschuldung, in der Bildung und im Analphabetentum, im Frieden wie im Terrorismus, in der Arbeit und in der Arbeitslosigkeit, in der Umweltbeherrschung wie in der Umweltzerstörung. Wir werden tendenziell nur noch dieselben Probleme haben - soziale Probleme. Am Klimawandel lernen wir etwas: nicht die Erde oder die Natur haben Probleme, sich an drastische Klimaveränderungen anzupassen. Allein der Mensch kann da nicht mithalten. Er ist gefährdet und wenn er dies erkennt, schafft es Chancen für kollektives Denken.
iff's New Year Letter 2010
The First and Second Worlds have largely funded their opportunities in true old-colonial style through finance capital transfers, a Third World name, China, now inspires fear, and everything that characterises the Third World in terms of under-development, poverty, hunger and debt has arrived at our door in the form of what the French call the Quatrième Monde, the Fourth World. We are now equals in every respect: in profit and loss, in assets and overindebtedness, in education and illiteracy, in peace and in terrorism, in work and in unemployment, in world dominance and world destruction. The trend is for us to share the same problems, namely social problems. Climate change is teaching us one thing, which is that neither the earth nor nature have problems in adapting to drastic climate change. Only people cannot withstand it. Humanity is in danger and if we recognise this we have a chance to achieve collective thinking.
At a global level, money has achieved its objective of levelling out and democratising perspectives on real relationships, which simultaneously operate to discriminate. The trend is thus for national con-trasts and differences to disappear, leaving purely social ones in their wake. The “haves” must be on their guard lest the people notice what has happened, now that the self-referential launderers of ca-sino capitalism have forfeited their powers of persuasion for lack of acceptable outcomes, having clad the unregulated profit principle in the mantle of Corporate Social Responsibility, financial education, ethical investment or micro-lending.
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IFF-Neujahrsbriefe
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Deutsch Seiten/KB |
English pages/KB |
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| 2010 Die Geldgesellschaft |
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| 2009 Finanzkrise und Neuanfang |
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| 2008 Scheinheiligkeit im Geldsystem |
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| 2007 Geld und Ethik |
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| 2006 Vertrauen in der Geldwirtschaft |
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| 2005 Die Soziale Gerechtigkeit in der Geldgesellschaft |
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| 2004 Mut und Selbstvertrauen |
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| 2003 Wahrheit und Ehrlichkeit |
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| 2002 Wettbewerb und Social Finance |
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| 2001 „I must work harder“ |
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| 2000 Langfristiges Denken |
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| 1999 Soziale Fragen und private Wirtschaft |
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| 1998 Die Verantwortung des Bankgeschäfts |
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| 1997 Von der Utopie zur Realität |
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| 1996 Die Solidarische Geldwirtschaft |
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| 1995 Rationalisieren und Versorgung |
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| 1994 Alternative Banken oder Alternativen in der Bankwirtschaft |
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| 1993 Bankenkrise und Kundenvertrauen |
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IFF-Strategiepapiere
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| Aktuelle Hinweise |
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Das Buch zur finanziellen Allgemeinbildung:

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Webseite zur verantwortlichen Kreditvergabe:

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| iff Projekt |
| SchülerBanking ist ein flexibel in den Unterricht integrierbares Konzept für achte bis zehnte Klassen aller Schulformen, mit dem Ziel, junge Menschen frühzeitig spielerisch mit Finanzdienstleistungen vertraut zu machen und so die finanzielle Allgemeinbildung nachhaltig zu fördern. |
Unsere Meinung Archiv |
25.03.2010 Wie korrupt ist Deutschland? Überlegungen zu mehr Wettbewerb und Recht. - Während in den spanischen Zeitungen die Hälfte der Informationen mit Terrorismus aller Schattierungen belegt ist, die Engländer sich über ihre Sexskandale freuen, müssen wir Deutschen uns täglich mit den unappetitlichen Meldungen über Korruptionsskandale auseinandersetzen. [mehr...] |
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