FORSCHUNGS- UND ANWENDUNGSBEREICH ÜBERSCHULDUNG
Die Überschuldung privater Haushalte ist zum zentralen sozialen Problem unserer Zeit geworden. Die Zahl überschuldeter Haushalte wird in der Bundesrepublik nach der letzten von der Bundesregierung finanzierten Studie auf rund 3,13 Mio Haushalte im Jahr 2002 geschätzt (vgl. Korczak, Überschuldungssituation in Deutschland im Jahr 2002, in : BMFSFJ (Hrsg.), Materialien zur Familienpolitik Nr. 19/2004, S. 46). Nach einer Studie der Creditreform (Schuldneratlas 2007, S. 3) beläuft sich die Zahl der überschuldeten Haushalte im Jahr 2007 auf insgesamt 3,5 Mio – Tendenz steigend.
Das iff nimmt sich dieser Problematik insbesondere in Form von wissenschaftlichen Studien, Gutachten und Servicebriefen an. Dieses Spektrum wird ergänzt um die vom iff - mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) - entwickelte Software CAWIN, die Finanzberatung, Schuldenmanagement und Insolvenzberatung ermöglicht.
Das iff kooperiert (inter-)national mit Universitäten, Forschungsinstituten, Verbraucher- und Schuldnerberaterverbänden und anderen einschlägigen Organisationen. Auf internationaler Ebene sind hier insbesondere die iff-Netzwerke mit der International Association for Consumer Law (IACL/AIDC), dem European Consumer Debt Network (ECDN) und Insolvenzrechts-Experten aus allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union hervorzuheben.
Auszug aus iff-Publikationen:
Auszug aus iff-Forschungs- und Anwendungsprojekten:
- Study of the Legislation relating to Consumer Overindebtedness in all European Union Member States; Studie in Kooperation mit der Erasmus Universität Rotterdam und der Universität Helsinki im Auftrag der Europäischen Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz, Juni 2003
- Treuhandphase und Wirksamkeit von Lohnvorausabtretungen; Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz, Juni 2001
- Das Verbraucherinsolvenzverfahren: Anforderungen an ein interessenwahrendes, sozialverträgliches Konzept vor dem Hintergrund aktueller Problembeschreibungen und der Änderungsvorschläge der Bundesregierung; Studie im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e.V., Dezember 2000
- Überschuldung der Verbraucher in Europa - außergerichtliches Insolvenzverfahren als Lösung?; Studie in Kooperation mit der Verbraucher-Zentrale Hamburg e.V., der Schuldnerberatung Salzburg und dem Money Advice Trust im Auftrag der Europäischen Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz, Dezember 1999
- Überschuldung von Verbrauchern in Deutschland am Beispiel von Konsumentenkrediten; Gutachten im Auftrag der Europäischen Kommission, Generaldirektion XXIV, Februar 1998
- Kooperative Schuldnerberatung in Hessen: Konzept und Umsetzungsschritte; Gutachten im Auftrag der Verbraucherzentrale Hessen e.V., 1997
- Außergerichtliches Verbraucherinsolvenzverfahren: Anforderungs- und Ausstattungsprofil der Schuldnerberatungsstellen - Ausgestaltung des außergerichtlichen Vergleichs; Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e.V., 1997
Kontakt: michael.knobloch@iff-hamburg.de |